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Schreiberlevel: Forengrünschnabel
 Beiträge: 8
User seit 30.04.2023

 | Geschrieben am 22.06.2026 um 19:28 Uhr  
| [ Beitrag wurde zuletzt editiert von PDT79 am 22.06.2026 um 19:30 Uhr ]
Hallo Zusammen,
Ich habe mir die Mühe gemacht den ganzen Thread zu lesen und auszuwerten. Ich finde es generell sehr schön, dass in diesem Forum so viele Tipps zu finden sind und ein gesitteter Umgang miteinander besteht. Das ist leider in der Welt der Foren eine Seltenheit. Da DAB+ die Zukunft ist, werden sicher noch einige SLK Fahrer irgendwann vor der Frage stehen, wie sie eine sinnvolle und optisch ansprechende DAB+ Lösung in ihren Liebling verbauen können. Der Beitrag ist jetzt zwar ziemlich lang geworden, ist aber dafür eine Zusammenfassung des gesamten Threads und ich habe damit nun eine wirklich perfekt laufende DAB-Lösung, die sich hinter meinem "Referenz-BMW" mit DAB+ ab Werk auch in schlecht versorgten Ecken nicht mehr verstecken muss.
Wen der Weg zu meiner Erkenntnis nicht interessiert sei hiermit vorab gesagt:
Ich rate zum Frequenz-Split mit einem hochwertigen DAB+/UKW/MW-Splitter zwischen Antenne und Fahrzeugantennenverstärker und zur Verwendung der DAB+ optimierten Originalantenne.
Für die technisch Interessierten unter Euch möchte ich meinen zusammenfassenden Beitrag in folgende Bereiche gliedern:
1. Hintergründe zur Original-Antennentechnik im SLK und welche Konsequenzen das für die Nachrüstung von DAB+ im SLK hat.
2. Verfügbare Original MB Antennen
3. Verfügbare Original MB Antennenverstärker im linken, hinteren Kotflügel
4. Phantomspeisung und Splitterlösungen
5. Einbau und Verkabelung
Zu 1.: Hintergründe zur Original-Antennentechnik im SLK und welche Konsequenzen das für die Nachrüstung von DAB+ im SLK hat.
Der Grundaufbau ist bei allen SLK R171 gleich. Es gibt eine Antenne auf dem linken, hinteren Kotflügel, an der hängt ein Verstärker mit je nach Ausstattung unterschiedlichen Funktionen und Ausgängen. Von dem aus geht eine Leitung zum Original Radio nach vorn. Das Original-Radio gibt zumindest in meinem Fall (Audio 50) auf die UKW-Antennenleitung eine 12 V Phantomspeisung aus. Da ich in einigen Posts in anderen Threads gelesen habe, dass Mercedes keine Phantomspeisung nutzt, habe ich, um diese Frage zu beantworten, das alte Audio 50 angeschlossen, gestartet, dann hinten am Verstärker das Antennenkabel zum Radio ausgesteckt und dort bei eingeschaltetem Audio 50 12 V auf der Leitung messen können. Was die Phantomspeisung bringt verstehe ich nicht hundertprozentig, denn die Verstärker bekommen auch noch 12 V über einen eigenes Kabel, das auch im Sicherungskasten des Trägers im Kofferraum abgesichert ist. Ich vermute, dass die Phantomspeisung eine Schaltspannung ist, die den Verstärker dann zur "vollen Arbeit" bewegt und die eigene Leitung lediglich für die Funkfernbedienung der ZV verantwortlich ist. Letztere funktioniert bei meinem MOPF im Übrigen auch nur dann zuverlässig, wenn der Verstärker vollumfänglich angeschlossen ist, das ist ein Widerspruch zu anderen Posts, die behaupten, dass die Funk-FB beim MOPF irgendwo in der Tür den Empfänger hat und nicht über den Verstärker und die Fahrzeugantenne funktioniert. Bei einigen kommt dann noch die Telefon-Nutzung der Antenne dazu, die haben dann auch einen weiteren Ausgang.
Zusammenfassend bedeuten diese Grundbedingungen, dass nicht nur aus optischen, sondern auch aus technischen Gründen die Original-Lösung nicht komplett aufgegeben werden sollte, denn man möchte ja noch in sein Auto hineinkommen.
Verbaut man eine DAB+-Lösung aus dem Nachrüsterbereich ist man also gut beraten für den UKW/MW Empfang und den Funktionserhalt der Funkfernbedienung diese Grundbedingungen zu kennen und nicht aufzugeben. Wenn man jetzt noch weiß, dass die Original-MB-Antennen aber mittels Splitter auch mit etwas Abzügen DAB+ empfangen können, MB sogar für den UK-Markt, in dem es DAB+ schon länger als in D gibt, eine optimierte Antenne und einen eigenen, wenn auch seltenen, DAB-Verstärker für dieses Auto konstruiert und verbaut hat, dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr, diese hässlichen und bezüglich Empfangsqualität fragwürdigen Glasklebeantennen zu verbauen.
Alle weiteren Beschreibungen und Zusammenfassungen beziehen sich auf diese Grundbedingungen.
Zu 2.: Verfügbare Original MB Antennen:
Für den SLK R171 gibt es 3+2 verschiedene Originalantennen:
1. Die "Reitpeitsche", Teilenummer: A171 820 00 75.
2. Die MOPF-Antenne, Teilenummer: A171 820 17 75
3. Die DAB+ optimierte Antenne, Teilenummer: A171 820 18 75 (eigentlich UK Markt)
Vermutlich andere Märkte, und damit nicht relevant, wären noch die Antennen:
4. A171 820 20 75 (USA?)
5. A171 820 21 75 (Japan?)
Ich hatte in meinem ersten Setup (aktiver "No-Name-19,00 EUR-Splitter" + "Phantomspeise-Adapter" zwischen Original-Verstärker und Nachrüst-HU von Kenwood) noch die MOPF-Antenne dran, insbesondere auf dem Land war der DAB-Empfang dieser Antenne aber sehr schlecht. Ich kann das im Vergleich mit meinem ab Werk mit DAB+ ausgestatteten BMW auf meinen Stammstrecken gut vergleichen. Ich bin dann im Herbst 2024 auf die original MB DAB-Antenne umgestiegen, konnte damit aber, bei sonst unverändertem Setup, insbesondere im ländlichen Bereich kaum Verbesserung erreichen.
Zu 3.: Verfügbare Original MB Antennenverstärker im linken, hinteren Kotflügel
Es hat sich in den diversen Beiträgen herauskristallisiert, dass es bezüglich der "Durchlässigkeit" für DAB+ Frequenzen bei den Original-Verstärkern Unterschiede gibt.
Für den SLK R171 gibt es folgende Verstärker:
1. A171 820 00 89 (Pre-MOPF) - Lässt laut "UweSch" DAB+ durch, das ist laut "jauno" wohl derjenige, den die meisten Pre-MOPF eingebaut haben und er scheint wohl alle Frequenzen durchzulassen.
2. A171 820 01 89 (Pre-MOPF) - Ist laut "Barry Ricoh" für den Pre-MOPF mit Telefonvorbereitung, zu dem Typ fehlt hier noch eine Aussage, laut anderen Threads in MBSLK lässt der DAB+ wie erwartet nicht durch.
3. A171 820 55 89 (MOPF) - Ist bei mir im MOPF von 2010 mit Audio 50 ohne Telefonvorbereitung verbaut und lässt bei mir und anderen DAB+ durch, laut Norbert ("Dreihunderter") nicht.
4. A171 820 56 89 (MOPF) - Lässt laut "Barry Ricoh" DAB+ nicht durch, wird laut "Barry Ricoh" bei Telefonvorrüstung verbaut.
5. A171 820 58 89 (MOPF) - Ist laut "Barry Ricoh" für den MOPF und hat einen eigenen DAB Ausgang, benötigt bei nachträglichem Einbau also in jedem Fall eine zweite Antennenleitung von der HU in den Kofferraum. Der ist aber wohl nur für den UK-Markt gebaut worden und ich vermute die DAB-optimierte Antenne wurde seitens MB eigentlich nur für diesen Verstärker konstruiert und gebaut. Dieser Verstärker ist entsprechend selten und nur teuer zu bekommen. Da in UK aber wohl das gleiche Band und Frequenz für DAB genutzt wird, dürfte aus technischer Sicht nichts gegen diesen Verstärker sprechen. Inwieweit das Teil mit Nachrüst-HUs oder nur mit Original MB Radio nach Codierung funktioniert, ist mir nicht bekannt und habe ich, mangels Relevanz für mich (Preis, Verfügbarkeit und Unsicherheiten bezüglich der Funktionalität), nicht weiter recherchiert, ist für die Mehrheit wahrscheinlich die am wenigsten praktikable Lösung.
Vermutlich andere Märkte (USA und Japan) und damit nicht relevant, wären noch die Verstärker:
• A171 820 08 89 (spielt wohl auf dem europäischen Markt keine Rolle)
• A171 820 59 89 (spielt wohl auf dem europäischen Markt keine Rolle)
• A171 820 11 89 (für Funk-FB mit reduzierter Reichweite, Relevanz fraglich, zu dem Typ fehlt uns hier noch eine Aussage)
• A171 820 60 89 (spielt wohl auf dem europäischen Markt keine Rolle)
Ich würde zusammenfassend und auf meiner eigenen Erfahrung basierend sagen, dass es unabhängig vom Modelljahr wohl bei verbauter Telefonvorbereitung schlecht aussieht mit der Durchlässigkeit für DAB+, sodass ich bei diesen Modellen ausschließlich den Ansatz von Norbert ("Dreihunderter") empfehlen würde und den Splitter bei diesen Fahrzeugen zwischen Antenne und Verstärker verbauen würde.
Bei den anderen kann man das Signal wahrscheinlich auch erst vor der Headunit splitten. Die Diskrepanz zwischen meinen Erfahrungen mit dem A171 820 55 89 und dem Post von Norbert ("Dreihunderter") interpretiere ich so, dass Norbert ("Dreihunderter") mutmaßlich davon ausgegangen ist, dass sein Verstärker das Signal nicht durchlässt und deshalb den Splitter primär im Kofferraum verbaut hat, ohne den Ansatz den Splitter vor der Headunit zu platzieren überhaupt auszuprobieren. Norbert ("Dreihunderter") darf mich gerne korrigieren, falls ich das falsch interpretiert habe.
Ich persönlich fand und finde den Ansatz von Norbert ("Dreihunderter") aber unabhängig von der "Durchlässigkeit" der bestehenden Antennentechnik aus zwei anderen Gründen eleganter und habe das aufgrund meines nicht zufriedenstellenden ersten Setups im Rahmen des anstehenden Kraftstofffilterwechsels gleich mit umgesetzt, denn dazu muss man ohnehin den halben Kofferraum zerlegen.
a) Eine möglichst frühe Splittung noch vor nicht DAB+ optimierten Gerätschaften, wie den meisten Original-Antennenverstärkern aus der Zeit, ist im Hinblick auf die Empfangsqualität einfach der Goldstandard.
b) Man spart einiges an Platz hinter dem Radio und reduziert dort den Kabel- und Gerätesalat.
Zu 4.: Phantomspeisung und Splitterlösungen
Das nächste was man wissen und beachten muss ist, dass der Original-Antennenverstärker Strom benötigt und woher der kommt. Das meiste dazu steht bereits unter "zu 1", weshalb wir es hier kurzfassen können.
Zu den Pre-MOPF Verstärkern kann ich als MOPF-Fahrer nichts sagen, denn ich hatte keine Gelegenheit selbst zu messen, was wo an Strom herkommt. Vielleicht kann ja mal jemand bei einem Pre-MOPF mit Original-HU messen, ob hinten am FAKRA-Stecker 12 V rauskommen.
MOPF-Verstärker werden grundsätzlich über eine Phantomspeisung in der Antennenleitung versorgt, welche die MB Werksradios über den Fakraanschluss (UKW/MW) dem Verstärker zur Verfügung stellen. Ersetzt man das Werksradio durch eine Nachrüstlösung muss man wissen, dass diese Nachrüst-HUs meist nur auf ihrem DAB-Anschluss eine schaltbare Phantomspeisung haben und auf dem DIN oder ISO UKW/MW Anschluss nicht.
Ich hatte deshalb in meinem ersten Setup zwischen MB-Verstärker und noch vor meinem aktiven "No-Name-Splitter" einen Phantomspeiseadapter eingebaut, der die 12V am UKW-MW-Ausgang des Verstärkers als Phantomspeisung wieder angelegt hat.
Nachdem es bei Norbert ("Dreihunderter") offenbar auch funktioniert wenn die Phantomspeisung von hinten angelegt wird, also am Antenneneingang des Verstärkers, gehe ich davon aus, dass es dem Verstärker egal ist, aus welcher Richtung bzw. Eingang die Phantomspeisung kommt, sie muss eben da sein.
Zu 5.: Einbau und Verkabelung
Ich habe mir zunächst die WICLIC-Adapter bestellt, die Norbert ("Dreihunderter") empfohlen hat. Dafür an der Stelle herzlichen Dank, denn auf diesen Stecker-Standard im KFZ-Bereich zu kommen und die passenden Produkte zu finden, ist nicht einfach, zumal ich die auch nur in dem Shop gefunden habe, den Norbert ("Dreihunderter") empfohlen hat.
Bezüglich der Antennen-Verkabelung verweise ich auf seine, bebilderte Anleitung. Der ist im Prinzip nichts groß hinzuzufügen und sie funktioniert. Ich empfehle aber bei Diskonnektion und Konnektion der WICLIC F-Kabel am Antenneneingang des Original-Verstärkers höllisch aufzupassen, dass man den Arretierungs-/Rast-Clip nicht irgendwo im Kotflügel verliert, der ist nämlich klein, dazu aus Plastik und lässt sich so im Falle eines Verlusts kaum mittels Magnet fischen und auch nicht beschaffen, ich habe im ganzen Netz nichts gefunden.
Ich wollte trotzdem in 3 Punkten abweichen, wovon aber nur der letzte Punkt am Ende technisch möglich war:
a) Den Strom für den neuen Verstärker wollte ich mir per Sicherungsabgriff im Kofferraum holen, das funktionierte aber nicht, da typisch CAN-Bus Fahrzeug an keiner der Sicherungen im Kofferraum klassisch "Klemme 15" zu finden war, weshalb ich mir das zusätzliche 12V-Kabel zum Radio leider nicht sparen konnte. - Deshalb Plan verworfen
b) Nachdem ich gelesen hatte, dass der MOPF den Verstärker angeblich nicht für die ZV braucht, habe ich das ab Werk liegende FM-Kabel zum Radio einmal testweise direkt an den ATTB 4721.01 angeschlossen und so quasi den originalen MB-Verstärker A171 820 55 89 (MOPF) aus dem Setup ganz abgehängt. Damit funktionierte dann wie oben erwähnt auch beim MOPF die Funk-FB der ZV nicht mehr. - Deshalb Plan verworfen
c) Bleibt noch ein Satz und Tipp zur Verlegung von Kabeln aus dem Kofferraum in den Fahrgastraum. Ich lese immer wieder von den Mühen mit dem Kabeldurchgang auf den Seiten. Ich habe meine Rückfahrkamera bereits mittig gelegt und bin dabei dem Weg gefolgt, der in https://www.mbslk.de/files/artikel/pdc-einbau_r171.pdf als Durchgang in den Kofferraum beschrieben ist. Auf dem Weg habe ich nun auch das DAB+ Antennenkabel und die 12 V-Leitung wieder verlegt. Ich habe die lange 12 V Leitung mit einem Bougierrohr aus dem Motorradzubehör vor mechanischen Einflüssen geschützt und mit 10 A abgesichert, ungeschützt und ungesichert würde ich das nicht durch das halbe Auto ziehen und irgendwo drunter und dazwischen quetschen. Bei diesem Weg landet man letztlich direkt dort, wo man hin möchte, nämlich im Tunnel der Mittelkonsole. Ich kann das Gewürge mit Verlegung von Kabeln in den Seitenschwellern deshalb nicht nachvollziehen. Ergänzend empfehle ich den Kauf von Original-Anleitungen unter https://www.originalanleitungen.de/automobilia/mercedes-benz/slk-klasse/slk-2004-2011-typ-171 das nimmt so manchem "Zugangsproblem" und den Fragezeichen welcher Clip wo steckt und wie aussieht etwas den Schrecken.
Zum Schluss blieben noch 2 Fragen offen:
1. Ob der Original-Verstärker die 12 V Phantomspeisung auf der UKW-Leitung zwingend von Headunit-Seite braucht oder auch mit den 12 V Phantomspeisung zufrieden ist, die der neue 4721.01 auf der Antennenseite des Original-Verstärkers anlegt. Dies konnte ich beim ersten Test in der Tiefgarage in Neu-Ulm nicht beantworten, denn die Sender von SWR kamen über UKW mit oder ohne den alten Phantomspeiseadapter alle leicht rauschend rein, während die Sender des BR alle nicht empfangbar waren. Ich habe deshalb zunächst den alten Phantomspeiseadapter weggelassen und bin paar Tage mit UKW-Radio Probe gefahren. Nachdem beim UKW-Empfang keine Einbußen zu verzeichnen waren, gehe ich davon aus, dass es dem Verstärker egal ist, wo die 12 V anliegen.
2. Wie stark der Einfluss der Antenne auf das optimierte Setup ist. Ich habe dazu die DAB optimierte Antenne testweise auf die MOPF-Antenne zurückgerüstet und bin damit ebenfalls die 30 km Teststrecke abgefahren. Ergebnis dieses Tests ist, dass der DAB Empfang wieder deutlich schlechter wurde. Es waren wieder lange Streckenabschnitte ohne Empfang zu verzeichnen
Fazit:
Nach Umbau auf das neue Setup mit Splittung vor dem Original-Verstärker war sofort, bei an gleicher Stelle in der TG stehendem Fahrzeug, DAB-Empfang in der Tiefgarage möglich, woran vorher nicht einmal ansatzweise zu denken war und wo auch der "Referenz-BMW" schwächelt. Die Überland-Testfahrten bestätigten diese erhebliche Verbesserung, auch wenn der Empfang nicht ganz an den Referenz-BMW herankam. Ich hatte mit dem ersten Setup, egal mit welcher Antenne, teils über mehrere Kilometer keinen DAB-Empfang, jetzt sind es nur noch einzelne Flecken, weshalb ich allen nur raten kann, vor dem Verstärker zu splitten, denn auch wenn der Original-Verstärker DAB durchlässt, ist das Ergebnis eines späten Splits vor der Headunit deutlich schlechter.
Der Einfluss der verwendeten Antenne ist bei Split vor dem Verstärker ebenfalls erheblich, wie mein heutiger Abschlusstest mit der alten MOPF-Antenne gezeigt hat. Ich rate deshalb zu Split zwischen Antenne und Fahrzeugantennenverstärker und zur Verwendung der DAB+ optimierten Originalantenne
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...ist der Wagen meiner Frau, aber ich fahre ihn auch gerne und schraube gerne | Antworten
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| Geschrieben am 29.06.2026 um 20:49 Uhr  
| Auch hallo zusammen,
ich bin seit einem Jahr Besitzer eines SLK 200 (R171, Bj 2005) und beschäftige mich derzeit mit der Frage, wie ich sein Radio upgraden kann, um ohne Einschränkungen der Schließanlage und des FM-Radioempfangs vernünftig (und ohne Einschränkung des Sichtfeldes) DAB empfangen zu können und eine funktionierende Rückfahrkamera zu bekommen.
An dieser Stelle möchte ich im Rahmen dieses Threads nur das Thema "DAB-Empfang" ansprechen. Zunächst einmal vielen Dank all jenen, die zuvor wichtige Beiträge zu diesem Thema geliefert haben. Auch Dank an PDT79 für seine Zusammenfassung des Threads. Es hilft sehr, Informationslücken zu füllen und unnötige Fehler zu vermeiden.
Für einen guten HF-Empfang benötigt man zuallererst eine gute Antenne. Um etwaige Übertragungsverluste auszugleichen, benötigt man darüber hinaus einen Antennenverstärker, der so nah wie möglich an die Antenne angeschlossen sein sollte, damit er das unbedämpfte Antennensignal (und nicht das Störrauschen) verstärken kann. Passive Splitter sind angesichts der Übertragungsverluste auf der Strecke bis zum Radio zu vermeiden.
Mein SLK besitzt den Antennenverstärker A 171 820 00 89 und ich möchte ihn nach Möglichkeit behalten und nicht durch einen der anderen MB Antennenverstärker ersetzen. Ein Foto meines Antennenverstärkers mit den verwendeten Anschlüssen findet sich unten. Durch Abschrauben der Antenne habe ich verifiziert, dass auch das Signal des Funkschlüssels darüber übertragen wird. Ohne Antenne muss ich ganz nah an den Wagen herantreten, damit ich ihm mit dem Funkschlüssel öffnen oder schließen kann. Durch Abstecken des FAKRA-Steckers "FM-Radio" habe ich verifiziert, dass diese Leitung an den Antennenanschluss des Radios geht und dass diese Leitung nicht für den Funkschlüssel benötigt wird. Bei geöffnetem Stecker funktioniert der Funkschlüssel einwandfrei, aber nicht das Radio. Also muss das Signal des Funkschlüssels über den Supply-Anschluss herausgeführt werden. Da dieser über drei Adern verfügt, von denen zwei für die Stromversorgung benötigt werden, vermute ich, dass das Funkschlüsselsignal über die dritte Ader herausgeführt wird.
Will man den originalen Antennenverstärker behalten, so muss man entweder den DAB-Splitter danach (a) oder davor (b) einfügen (s. Prinzipskizze). Das Ganze kann aber nur dann funktionieren, wenn der erste Verstärker auch die HF-Frequenzen für den nachfolgenden Verstärker durchläßt. Denn sonst fehlt schlichtweg das Signal für den nachfolgenden Verstärker und er verstärkt nur Hintergrundrauschen.
Von der Antenne und den Antennenverstärkern müssen drei Frequenzbereiche übertragen bzw. extrahiert werden, der FM-Bereich (87.5-108MHz), der DAB-Bereich (174-230MHz) und der Funkschlüsselbereich (433MHz?). Berücksichtigt man die Erfahrungen von UweSch und das Datenblatt des 4721.01 von ATTB, dann spricht dies für die Alternative a).
Habe ich dabei irgendetwas übersehen?
--
Gruß TKL | Antworten
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 | Geschrieben am 04.07.2026 um 11:58 Uhr  
| Hallo TKL,
ich danke für deine ergänzenden Hinweise zum Frequenzspektrum der Funk-FB. Das habe ich mangels Kenntnisse in dem Bereich in meinen Ausführungen nicht berücksichtigt und dementsprechend auch nicht das Datenblatt des ATTB 4721.01 auf Durchgängigkeit für diesen Frequenzbereich gecheckt. Was ich aber gecheckt habe, war zu testen, was passiert, wenn ich den Originalverstärker komplett abhänge, siehe folgendes Zitat:
"b) Nachdem ich gelesen hatte, dass der MOPF den Verstärker angeblich nicht für die ZV braucht, habe ich das ab Werk liegende FM-Kabel zum Radio einmal testweise direkt an den ATTB 4721.01 angeschlossen und so quasi den originalen MB-Verstärker A171 820 55 89 (MOPF) aus dem Setup ganz abgehängt. Damit funktionierte dann wie oben erwähnt auch beim MOPF die Funk-FB der ZV nicht mehr. - Deshalb Plan verworfen"
Zusammengefasst funktioniert die Funk-FB bei mir, wenn der ATTB vor dem Original-Verstärker sitzt, ausreichend gut, auch wenn der vielleicht die Funk-FB Frequenzen etwas filtert. Ich bekomme mein Auto gut auf und zu und habe so besten DAB+ Empfang.
Baut man den ATTB hinter den Original-Verstärker hat man wieder das Problem, dass dieser dann wieder DAB Frequenzen aus zuvor verstärkten UKW- und Funk-FB-Frequenzen herausfiltern muss, was dann wiederum den DAB+-Empfang negativ beeinflusst. Alle Probleme wird man, wenn überhaupt, nur mit dem Original MB DAB+ Verstärker lösen können, der ist aber wie gesagt selten, teuer, für den MOPF entwickelt und braucht wahrscheinlich eine Freischaltung beim "Freundlichen"
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SLK 200 Kompressor - Automatik - R171 - BJ 2010
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